Gesundheitsprojekte

Die Gesundheitszentren

Ärztliche Versorgung für Menschen in Not

Seit Anbeginn unterstützt Hand in Hand die lokale Hilfsorganisation Prajnana Mission finanziell bei der Einrichtung und Unterhaltung von vier Gesundheitszentren ("Hariharananda Charitable Health Center H.C.H.C.") in den indischen Bundesstaaten Orissa und Westbengalen. Diese Ambulanzstationen befinden sich in Armenvierteln, wo die Bevölkerung keinerlei Zugang zur freien medizinischen Versorgung hat. In den kommenden Jahren soll mit unserer Hilfe ein weiteres Gesundheitszentrum entstehen.

 

Mehrmals in der Woche werden in den "Health Centern" bedürftige Menschen kostenfrei von Ärzten untersucht und behandelt sowie im Notfall in ein Gesundheitszentrum transportiert. Ein Apotheker verteilt bei Bedarf außerdem unentgeltlich Medikamente. Die Behandlungen reichen von kleinen chirurgischen Eingriffen bis zu akuten Behandlungen von Infektionskrankheiten. Langzeittherapien von Bluthochdruck, Diabetes oder Lungenerkrankungen finden ebenso Anwendung. Wenn erforderlich, werden auch pathologische Labortests durchgeführt. Eines der "Health Center" behandelt seine Patienten sogar ausschließlich auf homöopathischer Basis.

Zusätzlich werden in den Räumlichkeiten der Gesundheitszentren, in Schulen und Universitäten sowie auf öffentlichen Plätzen diverse Veranstaltungen zur Förderung des Gesundheitsbewusstseins (Welt-Gesundheitstag, Anti-Raucher-Tag, Welt-Aids-Tag) organisiert, die auf reges Interesse stoßen.

2007 behandelten alle vier Gesundheitszentren ca. 51.490 Patienten, Tendenz weiter steigend (Januar – November 2007; zahnärztliche Behandlungen und Laboruntersuchungen ausgenommen).

Die Gesundheitszentren auf einen Blick

Gesundheitszentrum Balighai

Seit dem Mai 2001 gibt es dieses einstöckige, 120 m² große Gesundheitszentrum in Balighai bei Cuttack, das von unserer Partnerorganisation vor Ort Prajnana Mission geleitet wird. Die Ambulanzstation besteht aus einem großen Warteraum, zwei Untersuchungszimmern, einer kleinen Apotheke und einer 4 Bettenstation für Notfallspatienten. In Kürze soll im ersten Stockwerk eine kleine Zahnklinik eröffnet werden.

An fünf Tagen in der Woche - von 8 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags – hat das größte unserer Gesundheitszentren geöffnet. Ein Arzt und ein Apotheker sind fest eingestellt, ansonsten arbeiten fast alle Ärzte und Helfer dort ehrenamtlich. Die Patienten müssen sich vor den kostenfreien Behandlungen registrieren lassen.

Regelmäßig veranstaltet das Team auch so genannte Gesundheitscamps in entlegenen und schwer erreichbaren Dörfern dieser Region. Außerdem finden im Gesundheitszentrum Programme zur Erhöhung des Gesundheitsbewusstseins statt.


Gesundheitszentrum Jagatpur

Auch das karitative Gesundheitszentrum Jagatpur in Cuttack behandelt immer mehr Patienten, die aus den vielen Armenvierteln Cuttacks stammen. Im Jahr 2005 wurde das Zentrum durch einen Anbau erweitert, indem sich nun zwei zusätzliche Behandlungsräume befinden. Der Wartebereich vor dem Gesundheitszentrum wurde überdacht und ein zusätzliches Wartezimmer wurde gestaltet, in dem Patienten Videos über Hygiene, Gesundheitsvorsorge und Kleinkindpflege gezeigt werden.

Das Zentrum ist dienstags und freitags geöffnet. An jedem zweiten und vierten Freitag im Monat gibt es auch die Möglichkeit einer zahnärztlichen Untersuchung. Auch das Jagatpur-Team veranstaltet Gesundheitscamps in weit abgelegenen Dörfern und dort sogar in einigen Schulen.


Gesundheitszentrum Panarath

Das Gesundheitszentrum Panarath im Bundesstaat Westbengalen, 70 km südwestlich von Kalkutta, wurde bis 2008 betrieben.

 

 

 

 

 

 


Gesundheitszentrum Bishindipur

Dieses Gesundheitszentrum im westbengalischen Bishindipur bietet kostenlose homöopathische Behandlungen an. Neben der ayurvedischen und allopathischen Medizin gilt die Homöopathie in Indien als Stützpfeiler der Therapieformen und hat innerhalb der Bevölkerung breite Akzeptanz gefunden. Donnerstags und Sonntags werden hier die Patienten behandelt.

 

 

 

 

 


Die Gesundheitscamps

Ärztliche Versorgung dort, wo kein Arzt ist

Wenn die Patienten nicht zum Arzt kommen können, kommt der Arzt zu den Patienten. In entlegenen, schwer zugänglichen Gebieten Orissas und auch in Schulen veranstaltet die Prajnana Mission deshalb mit der Unterstützung von Hand in Hand Gesundheitscamps („Health Camps“), um den Menschen eine kostenfreie medizinische Grundversorgung zukommen zu lassen. Außerdem werden Programme zur Gesundheitsvorsorge organisiert und Infobroschüren verteilt.

"Health Camps" werden mit Teams der Gesundheitszentren Balighai und Cuttack in abgelegenen ländlichen Gebieten Orissas durchgeführt, die sich weit weg von allen staatlichen Gesundheitseinrichtungen befinden und oftmals wegen fehlender Straßen und häufiger Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten sind. Mit einem von Hand in Hand finanzierten Ambulanzwagen werden Ärzte, Apotheker und Pfleger in die schwer erreichbaren Orte gefahren.

In den "Health Camps" versorgen neben Allgemeinmedizinern auch Spezialisten die ländliche Bevölkerung: Gynäkologen, Geburtshelfer, Pädiater oder Chirurgen. Auch pathologische Labortests gehören zum diagnostischen Instrumentarium der Health Camps. Diejenigen Patienten, die eine spezifizierte Untersuchung benötigen, werden in das nächste Gesundheitszentren überwiesen. Notfälle können mit dem Ambulanzwagen in eine Klinik gefahren werden; die Unkosten werden im Bedarfsfalle von Hand in Hand übernommen.

In regelmäßigen Abständen finden „Health Camps“ auch in verschiedenen staatlichen Schulen des besonders unterprivilegierten Bezirkes Kendrapara  statt. Dabei unterziehen sich die Schülerinnen und Schüler Kontrolluntersuchungen, zusätzlich werden sie geimpft und erhalten einen Gesundheitspass. Teilweise werden auch Zahnbehandlungen durchgeführt (siehe MMDU ).

Natürlich werden die Kinder in Sachen Gesundheitsvorsorge auch pädagogisch unterwiesen: Ärzte lehren sie, wie man Zähne putzt sowie Ohren, Nase, Mund etc. sauber hält und verteilen kleine Fibeln mit anschaulichen Zeichnungen und Diagrammen.

Zu einer Institution sind die regelmäßigen „Health Camps“ in den Fischerdörfern Konark und Penthakata bei Puri geworden. Die in der bengalischen Bucht gelegenen Dörfer gelten als besonders strukturschwach. Alle 14 Tage findet daher ein vom Gesundheitszentrum Balighai veranstaltetes „Health Camps“ statt.


MMDU und Ambulanzwagen

Ärzte auf Rädern

Die von Hand in Hand finanzierte mobile medizinische und dentale Einheit MMDU ist eine fahrbare (Zahn-) Arztpraxis, die hauptsächlich in den Küsten Orissas im Einsatz ist. Sie ermöglicht es, ohne viel Aufwand eine größere Anzahl zahnärztlicher oder allgemeinmedizinischer Untersuchungen durchzuführen. Der Ambulanzwagen hingegen garantiert den Transport schwerkranker Patienten in entfernt liegende Krankenhäuser.

Der umgebaute Transporter MMDU ist im Innern mit einem OP-Tisch, einem zahnärztlichen Behandlungsstuhl, (zahn-)ärztlichen Instrumenten und einem kleinen Labor eingerichtet und kann so Gesundheitszentren oder Kliniken ersetzen, die oft mehr als 100 km entfernt sind.

Je nach Bedarf arbeiten im Wechsel ein Arzt oder Zahnarzt sowie ein Apotheker und ein Assistent an Bord. Im Rahmen eines „Health Camps“ an Schulen wird ein Gesundheitsscreening durchgeführt. Bei vielen Schülern werden Zahnkrankheiten, Mundgeschwüre oder sonstige Mundhöhlenprobleme entdeckt. Eine Woche später fährt die MMDU vor, behandelt die Zähne der bereits voruntersuchten Schüler und klärt sie anschließend über dentale Prophylaxe auf. Natürlich werden je nach Bedarf auch andere medizinische Behandlungen durchgeführt. (siehe MMDU in Schulen)

Neben dem Transport schwerkranker Menschen, befördert der Ambulanzwagen auch das Team, das die Gesundheitscamps in entlegenen Dörfern und Schulen abhält. Diese Dörfer und Schulen sind teilweise sehr schwer erreichbar, insbesondere in der Regenzeit, wenn die ohnehin schlechten Strassen unterspült sind.

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